Standort- und Leerstandsmanagement Husum und Tönning

27. Apr 2020

Um die Innenstädte Tönnings und Husums mit sinnvollen Nachnutzungsmöglichkeiten zu beleben, soll ein professionelles Leerstandsmanagement geschaffen werden.

Leerstand in der Husumer Norderstraße.
Leerstand in der Husumer Norderstraße.
© Stadt Husum

Ausgangslage:

Tönning

In der Stadt Tönninghaben sich in der Innenstadtlage in den letzten Jahren vermehrt Leerstände entwickelt, die nicht oder nicht adäquat nachbesetzt werden konnten. Dies führt zunehmend zu einer Unternutzung des Stadtzentrums als Versorgungseinheit und Aufenthaltsort für die Bevölkerung und die Gäste.Frei werdende Ladengeschäfte können meist über längere Zeit keiner neuen Nutzung zugeführt werden. Die Stadt Tönning hat bereits gemeinsam mit dem HGV Tönning und der Arbeitsgruppe Historische Handelsstadt Tönning Bemühungen unternommen, diese Leerstände zu beseitigen, jedoch ohne nachhaltigen Erfolg.

Husum

Für das Soziale Stadt –Quartier Obere Neustadt sowie den unmittelbar angrenzenden zentralen Geschäftsbereich der Stadt Husum soll zur Reaktivierung leerstehender Gewerbeflächen ein Standort- und Leerstandsmanagement eingerichtet werden. Während es sich in der Oberen Neustadt größtenteils bereits um längerfristige Leerstände handelt, die aufgrund nicht mehr zeitgemäßer Flächenzuschnitte und Ausstattung der Immobilien entstanden sind, ist die zentrale Innenstadtlage Husums derzeit mit einem stabilen Einzelhandels- und Gastronomiebesatz versehen. Dennoch zeichnen sich auch hier vereinzelt Tendenzen zu längerem Leerstand ab, denen frühzeitig entgegengewirkt werden soll. Im Bereich der Oberen Neustadt wurde im jüngst beschlossenen Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept die Einrichtung des Leerstandsmanagements als Einzelmaßnahme festgeschrieben.

Zielsetzung:

Die des Projektes in Tönning ist es, die Innenstadt mit qualitativ hochwertigen bzw. sinnvollen Nachnutzungsmöglichkeiten zu beleben. Gerade vor dem Hintergrund der städtebaulichen Entwicklung der ehemaligen Krankenhausfläche (Wohnprojekt und Seniorenwohnungen) in unmittelbarer Nachbarschaft werden auch weitere Nutzer*innen der Innenstadt hinzukommen. Dies macht es wahrscheinlich, dass auch das Interesse an Gewerbeflächen im Innenstadtbereich steigt. Diese Flächen sinnvoll einer Nachnutzung zuzuführen, kann nachhaltig nur mit professioneller Untersützung erfolgen.

Der grundsätzliche Bedarf an wohnortnahen Versorgungseinrichtungen für die Bürger*innen wurde auch mittels eines Einzelhandelskonzeptes dargestellt. Auch die Befragung der Bewohner*innen durch die Arbeitsgruppe Historische Handelsstadt Tönning hat den Bedarf an Vorsorgungs- und Gastronomie-Betrieben aufgezeigt.

In Husum zielt das Projekt darauf ab, zum einen die hohe Attraktivität der Stadt rund um Hafen und Marktplatz dauerhaft zu erhalten und Einwohner*innen sowie Besucher*innen eine lebendige Innenstadt, gute Versorgungsmöglichkeiten und eine hohe Aufenthaltsqualität zu bieten. In der Oberen Neustadt kommen Sicherheitsaspekte und der Erhalt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Quartiers hinzu. Durch offenkundigen Leerstand besteht die Gefahr des weiteren Downgradings und eines zunehmenden Werteverfalls der Immobilien. Die subjektive Sicherheit insbesondere in den Abendstunden ist durch leerstehende Erdgeschosszonen insbesondere in der Straße Neustadt nicht mehr gegeben.

Zielgruppen sind insbesondere die Eigentümer*innen der von (zukünftigem) Leerstand betroffenen Immobilien, potentielle Gewerbetreibende auf der Suche nach passenden Räumlichkeiten, hier explizit auch die Kreativwirtschaft und Start Up- Unternehmen, die in Husum bislang nur schwierig geeignete Mietobjekte finden. Über die Partnerschaft mit Frau und Beruf wird zusätzlich die Zielgruppe der Gründerinnen mit in den Fokus genommen, für die es in der Region kaum (Raum-)Angebote gibt, die ihnen den Beginn einer Selbständigkeit erleichtern würden.

Projektinhalte:

  • Entwiucklung von Nachnutzungsstrategien
  • Ansprache der Eigentümer*innen
  • Ansprache potenzieller Nutzer*innen
  • Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

Projektträger:

Stadt Husum

Ansprechpartner:

Bürgermeister Uwe Schmitz

Projektlaufzeit:

2020

Gesamtinvestition:

190.400,00€

Förderung AktivRegion Südliches Nordfriesland:

96.000,00 €

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